Müssen wir es unbequem haben damit wir wachsen?

Im Geschichtsunterricht hat man mir beigebracht, dass die alten Ägypter immer wieder durch den über die Ufer tretenden Nil Ernteschäden erleiden mussten. Dieser Leidensdruck hat sie dann dazu gebracht einen sehr präzisen Kalender zu entwickeln. Um das zu tun braucht man Astronomie und die entsprechenden “Hilfswissenschaften” wie Mathematik, Physik, und Ingenieurwesen. Eine Hochkultur entstand also wegen der jährlichen Gefahr eines Ernteverlustes. Auch in Europa hatten wir die Problematik, ausreichende Nahrungsmittel für den Winter einzulagern damit der Stamm oder das Dorf während des Winters nicht leidet.

Wir sind höchst ökonomisch

Mittlerweile hat sich aus diesen Datenpunkten eine Theorie entwickelt: In Kurzform ist es so, dass sich ein Mensch nicht wirklich weitere entwickelt, wenn es keine Herausforderungen gibt. Wir sitzen in unserer Komfortzone wie in einem goldenen Käfig. Keine Not oder großen Ziele? Dann gibt es auch keine Notwendigkeit Energie aufzuwenden um sich weiter zu entwickeln! Wir können stolz auf uns sein. Wir sind extrem ökonomisch strukturiert. So wie wir soviel Knochen und Muskelmasse haben wie es tatsächlich benötigt wird, so wird auch nur Energie für unseren Geist und Lernen aufgewandt wenn es wirklich notwendig ist. Wir verändern uns nur durch große Ziele oder durch große Schmerzen! (diesen so wichtigen Spruch habe ich von zwei Trainern, die ich sehr schätze)

Angstzone

Kommen wir nun an die Grenze unserer Komfortzone, so stellt sich Unsicherheit ein, man sucht Ausreden und einfache Rezepte um den alten Zustand herzustellen “früher war alles besser” oder “das haben wir schon immer so gemacht”. Eine andere Reaktion ist sich einer “starken Person” anzuschließen.

Lernzone

Die mutigen gehen durch ihre Angst. Sie erkennen, dass sie an einer Stelle sind, die sie Herausfordert. An einer Stelle an der sie lernen und wachsen können. Sie etablieren lebenslanges Lernen und Neugierde als Gewohnheit. Mit jeder Herausforderung wird ihre Komfortzone größer und größer.

Wachstumszone

Alles was ich bisher beschrieben habe war reaktiv. Lernen und Weiterentwicklung fanden aufgrund äußerer Ereignisse statt und der Mensch reagierte lediglich. Der ideale Zustand ist es allerdings wenn wir selbst unsere Entwicklung und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das ist dann das lernen und wachsen aufgrund großer Ziele!

Für mich ist die Wachstumszone der erstrebenswerteste Ort. Ich frage mich, Wie es Euch geht. Nehmt Euch bitte die Zeit und lasst mich Eure Meinung wissen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.