Konflikte können hilfreich sein.

… oder auch zerstörerisch. Wie sie sich entwickeln haben wir selbst in der Hand!

Ziel eines Konfliktes oder einer Auseinandersetzung soll nicht der Sieg, sondern der Fortschritt sein.

Joseph Joubert

Vor kurzer Zeit betrachtete ich gemeinsam mit Kollegen verschiedene Lösungswege eines Konfliktes aus verschiedenen Blickwinkeln heraus. Einige Teilnehmer waren dafür Gemeinsamkeiten zu betonen, Argumente zu liefern und der Gegenseite eine Lösung anzubieten, die eine Einigung ohne Gesichtsverlust ermöglicht. Andere waren der Meinung, man sollte sich “Verbündete” suchen, Härte zeigen und “hart” verhandeln. Dazwischen gab es viele Nuancen wie zum Beispiel erstmal Fakten schaffen und danach zu diskutieren.

Zum Thema Eskalationsstufen in Konflikten gibt es ein sehr nützliches Modell von Friedlich Glasl.

Da das Modell sehr ausführlich in Wikipedia erläutert ist will ich es nur sehr oberflächlich beschreiben:

Die ersten drei Ebenen sind an Kooperation ausgerichtet. Bei stärkerer Konfrontation, kann der Konflikt nur noch dadurch gelöst werden kann indem eine Seite verliert und die andere gewinnt. Die letzten Ebenen spiegeln dann die Geisteshaltung “bevor mein Gegner gewinnt verlieren wir Beide” wieder. Eine absolut zerstörerische Verhaltensweise.

Mit zunehmender Verschärfung des Konfliktes werden intensivere Eingriffe notwendig

Laut Glasl sind die den Stufen eins bis drei für eine Selbsthilfe bestens geeignet. Spätestens ab Stufe fünf sollte eine Begleitung des Konfliktes stattfinden.

Auf den ersten Ebenen kann eine einfache Moderation die Konfliktlösung herbeiführen. Die notwendigen Maßnahmen zur Behandlung des Konfliktes werden mit zunehmender Verschärfung immer intensiver. Auf den letzten Stufen kann der Konflikt möglicherweise nur noch ein Machteingriff von Außen beigelegt werden – das Prinzip der UN Friedenstruppen.

Es ist also hilfreich einen Konflikt nicht eskalieren zu lassen und bereits frühzeitig zum Beispiel durch Anwendung des Harvard Modells eine kooperative Konfliktlösung durzuführen.

Eine positive Einstellung gegenüber Konflikten kann man lernen. Solltet Ihr Unterstützung dabei benötigen kommt gerne auf mich zu. Gerne unterstütze ich Euch auch bei der Moderation und Prozessbegleitung während einer Konfliktphase.

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